Einladung zur Ausstellung „850 Jahre Bibelübersetzung - 500 Jahre Reformation“

Die Deutschen Waldenservereinigung e.V. und die Evangelischen Kirchengemeinde Ötisheim laden  zur

Ausstellung  „850 Jahre Bibelübersetzung - 500 Jahre Reformation“

in das Waldensermuseum Henri-Arnaud-Haus, in Ötisheim-Schönenberg, bei Pforzheim ein.

Ausstellungszeit: von Dienstag, 31. Oktober bis Sonntag, 12. November 2017
Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag: 15.00 – 17.00 Uhr, Samstag/Sonntag/Feiertage: 14.00 – 17.30 Uhr.
Ort: Waldensermuseum Henri-Arnaud-Haus, Henri-Arnaud-Str. 27, 75443 Ötisheim-Schönenberg.

Auch in diesem Reformationsjahr 2017 liest man immer wieder, dass Martin Luther als erster die Bibel in die deutsche Sprache übersetzt habe und Pierre-Robert Olivetan ins Französische. Das ist ein Missverständnis.

Es gab schon lange vor Luther und Olivetan deutsche und französische Bibelübersetzungen. Insbesondere die Waldenser bemühten sich seit dem 12. Jahrhundert um Übersetzungen in der Volksprache. Alle mittelalterliche Bibelübersetzungen, auch die waldensische, beruhen auf der „Vulgata“. Diese lateinische Übersetzung war im Mittelalter die maßgebliche Bibelausgabe.

Luther und Olivetan verwendeten nun nicht länger die Vulgata, sondern neue Bibelausgaben in den hebräischen und griechischen Originalsprachen. Diese waren von Humanisten wie Erasmus von Rotterdam und Faber Stapulensis hergestellt worden. Luther und Olivetan nutzten deren Ausgaben um „die Bibel aufgrund der hebräischen und griechischen Sprache zu reinigen“.

Die Ausstellung im Henri-Arnaud-Haus bietet einen Überblick über 850 Jahre Bibelübersetzung. Sie zeigt waldensische Bibelübersetzungen des Mittelalters, die Bibelausgaben von Luther und Olivetan der Reformationszeit und einen Auswahl von Bibeln aus den späteren Jahrhunderten, die von Familien in Ötisheim und den Waldenserkolonien in Württemberg verwendet wurden.

(Dieser Text wurde der Webseite www.waldenser.de entnommen.)


Reformationsforum 14. - 15. Oktober 2017

Einladung zur Tagung im Waldenserort Perouse.

Lange vor Martin Luther waren mit Waldes, Hus u. a. reformatorische Bewegungen in vielen Teilen Europas aktiv. Waren sie Reformatoren vor der Reformation?
Wie aktuell sind die von Waldes, Luther und Co angestoßenen theologischen Überzeugungen heute?
Wo braucht es heute Erneuerung im reformatorischen Geist, reformatorische Perspektiven auf Kirche, Bildung, Staat und Gesellschaft?

Auf diese und weitere Fragen wollen wir bei unserer Tagung eine Antwort suchen.